Mittwoch, 20. Juli 2011

für's Archiv

VORBEI
ist dieses SoSe 2011
SomSe 2011
SS 2011
...das Sommersemester 2011.
Vorbei ist auch die Chance, dass ich diesen selbstgestrickten Ordnerrücken an einen Ordner anbringen kann - und es zeitlich passt - auch wenn's FÜR'S ARCHIV immer noch perfekt ist.
Denn so sieht... das Medium aus: gestrickt ist wie aus Omas Zeiten, ...Vergangenheit...
aber auch Zukunft: Denn: Endlich um Aufnahme für Materielle Kultur: Textil in OL gekümmert, Hürden hinter mir und bald folgt das Aufnahmegespräch und dann geht's los.
Aber erst mal: 
Ferien, juhu!

Mittwoch, 13. Juli 2011

D | HAMBURG | ZU HAUSE | Man sollte die Sonnenbrillen dann trotzdem einfach (dr)aufsetzen.

...so sollte das jetzt eigentlich sein:
draußen sein, sonne, wenig wärmende kleidung, freizeit und sonnenbrillen.
der kalender sagt
JULI
und das ist in meinem kopf einfach komplett mit "sonne" "sommer" "sommerferien" und allerlei weiteren hübschen bunten - und hellen - dingen konnotiert.
aber: ist nicht, und ich leide schon täglich an der-sommer-ist-schon-fast-vorbei-und-dann-ist-winter-und-zum-nächsten-sommer-dauert-es-noch-so-lange-depressionsschüben.
was kann man dagegen tun?
...na ja, meine übertriebenen und überzogenen reaktionen darauf sind ein anderes thema und das wetter als natürlich von gott gemacht lässt sich wohl auch nicht verändern.
für die geisteseinstellung aber: alles tun, was man sonst auch bei diesem wetter tun würde. ich aß gestern dreimal ein eis, und von der leichten sommerkleidung letzter woche bekam ich dann einen schnupfen. okay, und stichwort "sonnenbrillen tragen" - die welt dunkelmachende sonnenbrillen bei staßenverkehr bei diesem trüben xxxwetter sind nicht unbedingt gut für die gesundheit, man muss sie dann einfach absetzen - und die ehe schon unsonnige welt möchte man ja eigentlich nicht noch dunkler sehen.
daher:
...Sonnenbrillen aufsetzen, auch wenn es unpassend ist.
Obwohl, ich meine gar nicht AUFsetzen, denn das hört sich nach brille-auf-nase-und-vor-augen an.
Ich meine: Sonnenbrillen DRaufsetzen, auf die welt nicht auf das gesicht - und zwar mithilfe der kamera!
...mit meiner guten canon-kamera machte ich dies:
meine Lieblinssonnenbrille, Originalfarbe weiß, mit Farbblitz (also bunten Farbfilterplastikstreifen vor dem Blitz) und schwarzem Hintergrund mehrfach fotografieren, dann den Film herausnehmen und noch einmal belichten - so hat man lustige bunte sonnenbrillen auf den fotos bzw. über der welt herumfliegen.
So scheint dann auch wieder überalle die Sonne...
und alles ist bunt und einzigartig.
...Dann muss man nur noch schöne Motive suchen - denn einen Teller Linsensuppe kriegt man einfach nicht bunt-sommerlich hin.
Das kann man natürlich selbst sein, seine schöne umgebung, die vorzugsweise die eigene kuschelige stimmung wiedergibt,
...besonders "coole" menschen, die sich auch einer brille bedienen,
andererweitig "coole" menschen,
Sonnenbrillen, also das Thema an sich,
oder andere Menschen, die bestimmt genauso wie ich auf diese - komplett unbearbeiteten, nicht gephotoshopten, nur eingescannten - bunte-sonnenbrillenfotos stehen würden wie ich.

Dienstag, 12. Juli 2011

ZU HAUSE | Retrospektive L.E. / Hyperwelt

Ein Phänomen der Kunst der Uni Oldenburg geht zu Ende.
Lennart Eichbaum.
hatte bis letzten Sonntag eine Ausstellung in der Kegelbahn der Uni, eigene Werke, Motto Hyperwelt - Ansichten aus Licht und Zeit. Flyer:
Da ich im Gegensatz zu manchen anderen mehrmals da war, konnte ich teilnehmen an der ...
...Fläche vorübergehender Veränderung.
alles lebte, nichts war tot,
Aber im Vordergrund waren die Bilder:
...Wenn ich Fotos von Fotos, also Reproduktion von Kunst, mache, ist das dann auch weiter Kunst?
...Kommt drauf an, wie.
Von wegen Kunst: Was ich bei Lennart nicht vorfand, waren:
...keine Schmierereien,
und niemals wild zusammengehäufter Elektroschrott.

stattdessen...
wurde mit allem wohl durchdacht gefühlvoll umgegangen.
Ich möchte nicht sarkastisch klingen, nur für alle, die die Ausstellung nicht besucht haben. 
was man anstelle dessen besuchen kann:
...Blogs statt Ausstellungen.

Freitag, 8. Juli 2011

D | DIEPHOLZ | Hände hoch! ...von Musik umgeben sein

Sommer! ist Zeit für Festivals - und Konzerte ...und alles was das impliziert, also tanzen, fühlen, trinken, Menschen, draußen sein (und bei mir bei den positiven fühlhandlungen ganz oben dabei: fotografieren).
Letzte Woche gab's für mich das Abifestival in Lingen, heute abend olli schulz in bremen, alles ist super.
in der masse verschwimmen!
der musiker und seine musik erfüllen den raum...
Lichter durchdringen die Menschen...
 Lichter, vor allem auf der Bühne
heben aus der Realität heraus
So wird alles eins - Bühne, Musiker, Musik, Publikum, Mensch, Raum, ich, alles ist ein wir - zum anfassen ist der raum von allem erfüllt
Tanzen
zuckersüße rockmusik :D 
...Hier abgebildete bands: Mehrmals der Sänger von Bakkushan, dann der Bassist von Kraftklub, Casper, sein Bassist. ...Alles analoge fotos, doppelbelichtung - denn kontemplation mit dem betrachteten objekt ist entindividualisierung und alles verschmilzt. das ist flow.
und zuletzt nochmal ein bild, nicht doppelt, von casper.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Drei Farben: Rot

"Ich seh' doppelt" ist falsch - ich werde doppelt gesehen.
und zwar vor einiger zeit von meiner analogen (film und so - deswegen auch diese löcher am rand des bildes, weil ich die negative einscannte.) holga-kamera.
und: von einem (absichtlich) falsch herum eingelegten film.
denn:
farbfilme sind nicht nur einfach beschichtet und dann entsteht durch belichtung ein farbnegativ. es sind meist dreischichtenfilme, mit ...drei schichten sensibilisiert, die dann jeweils auf ein bestimmtes wellenlängenspektrum des lichtes reagieren, addiert ist das spektrum dann gewohnt groß - wie auf blau/violett, grün/gelb oder gelb/rot (da auf blau/violett der unsensibilisierte film reagiert, ist die dritte schicht für infrarotlicht, aber ...egal.). und wenn man das ganze dann umdreht, den film, dann werden die schichten ganz anders, qualitativ, belichtet - und die rot/gelb-schicht viel intensiver - heißt- kaum blau, viel rot und gelb bei den bildern.
"Redscale"-Filme kann man kaufen, teuer, aber eben auch durchs umdrehen nachmachen (geht bei meiner holga einfach, da ich die filmrolle da sowieso mit schwämmen und tesafilm festhalte und nicht irgendwo reinstecke.).
(Drei Farben: Rot - dritter teil einer (sehr guten) film-trilogie mit blau und weiß als ersten (der beste) und zweiten teil. wie französische flagge bleux-blanc-rouge thematisch in freiheit-gleichheit-brüderlichkeit eingeteilt. heißt: es geht um brüderlichkeit bei rot.)
2 x drei farben, 2 x rot

Montag, 4. Juli 2011

Ich stelle mir vor (das ist alles, was ich tun kann, da ich kein Photograph bin), dass die wesentliche Handlung des operator darin besteht, etwas oder jemanden zu überraschen (durch das kleine Loch im Gehäuse), und dass diese Handlung dann vollkommen ist, wenn sie ohne Wissen des photographierten Subjekts ausgeführt wird. (Roland Barthes, Die helle Kammer (1989), S. 41)

Die Kamera besitzt die Fähigkeit, sogenannte normale Menschen so aufzunehmen, dass sie anomal wirken. Der Fotograf wählt das Absonderliche aus, jagt ihm nach, fängt es ein, entwickelt es und gibt ihm einen Namen.
'Man sieht jemanden auf der Straße', schrieb Arbus, '

Sonntag, 3. Juli 2011

D | EMDEN | In Städten. Die Sichtbarkeit der Menschen.

Städte.
Herumlaufen...
und Fotos machen.
Nicht, wie dieser digitale-Canon-Kollege, von Touristenattraktionen
sondern von den Touristen selbst.

und auch von den Stadtbewohnern.
Wie sie laufen... in ihrer Stadt...
 Manchmal werde ich dabei auch angeschaut.
Meistens kann ich sie jedoch unbeobachtet bei dem Fotografieren, was sie so tun.
Wenn sie sich unbeobachtet fühlen.
Vielleicht sehe ich auch, was sie fühlen.
Vielleicht bleibt es mir auch verborgen.