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Montag, 6. August 2012

Die letzte Form ohne Funktion

Beginn eines wohl einmonatigen Projekts - heute.
Thema: Schmuck. Dinge und ihre Bedeutung, meine Bedeutung die ich ihnen zuschreibe, ICH. und die gegenwart.
...heute ein letztes Mal (nicht wirklich, aber abgesehen von Projekt): Schmuck rein für die Form und Gestaltung "designt", ohne "Sinn" (nicht vom Material oder einer zitierten Objektgestalt ausgehend - demnächst gibt's Pinsel, Radiergummis, Zollstöcke und den ganzen Kram am Körper, vielleicht wird der geliebte Dremel auch mal umgesetzt...). Hier: runde, selbstgemachte Tonperlen, teilweise angemalt, verschiedene Garne. Inspiriert von einem kleinen Mädchen, G., mit der ich im Schmuckworkshop Ideen entwickelte, um die gebastelten Perlen "mit Abstand" an einen Ohrring bzw. an Ketten zu bekommen.

Sonntag, 27. Mai 2012

(-)verblümt


Fimo! Genauer: Zur Feier dessen, dass ich tatsächlich im August einen Schmuckbastelworkshop für Kinder geben werde, hier ein Ausschnitt meiner "Schmuckphase", wie ich sie gerne nenne (wo ist die Kunst geblieben?). Bunte Knete, die beim Backen trocknet und aus der man dann Perlen machen kann. Dazu ein wenig Silberdraht. ...Hier ein Geschenk - Motiv eigentlich eine schwarzäugige Susanne, keine Sonnenblume.

Donnerstag, 26. April 2012

Hoch- und Niedrigkultur

Angeregt von einem schönen Seminar zu Georg Simmel's Ästhetik - wie schön es ist, vom Leben ausgehend, auch die angebliche Niedrigkultur einzubringen! Das ach so akademische Feld der Universität, welches die teilweise selbst ernannte Elite fortbildet, will ganzheitlich ohne den Einbezug der als nur die banale Funktion und nicht die von materieller Notwendigkeit losgelösten Form gestaltend gesehene Alltags- oder sogar Niedrigkultur bilden?
Was sagt mehr über die Gesellschaft aus - eine Analyse von unzugänglichen, teuren Werken von Künstlern wie Gerhard Richter oder in den Massenmedien präsente Popkünstler wie Lady Gaga? Eine Hierarchie der Künste aufzustellen will profilieren und vernachlässigt, wie diese Niedrigkultur gerade durch diese Hierarchisierung (und auch den Kapitalismus etc. :) ) entsteht und notwendig zur höher positionierenden Abgrenzung ist.
Natürlich ist die Aufwertung der Untersuchung der Relevanz - nicht unbedingt der Schönheit -angeblichen Niedrigkultur nur wichtig, wenn man sich theoretisch mit Gesellschaft, Ästhetik, Geschmack auseinandersetzt, nicht aber wirklich für die Frage nach Schönheit, durchdachte Schönheit. Trotzdem: keine Angst vor schreienden Farben und Massenkonsumskultur:) 

Meine Hommage an die Kulturwissenschaft: Ein erstes selbstgemachtes "Schmuck"Stück: bunte Kinderknete, Nagellack, Draht und Ohrringhänger sind die Zutaten. (Aber auch ich muss mich persönlich von ein paar der darin vermittelten Werte abgrenzen: Wie z.B. Fleischkonsum etc., aber darum geht es hierbei jetzt nicht.).