Nach ein bisschen Projektvorbereitung ging es heute in den Wal Mart - ich kaufte mir eine großen Haufen "unhealthy food" und Shampooflaschen, die gefühlt einen Liter umfassen (unsere Host hielt meine eigene deutsch-normale Shampooflasche für eine Reisepackung). Marshmallows, Doughnuts, Caramelriegel, Caramelsoße... sehr viel. Und alles in Großpackungen (vor allem zur Halloweenzeit - kiloweise Süßigkeiten. Wirklich Kilopackungen... Katie postete bei Facebook, dass sie mit uns beim Billigsupermarkt war und es für uns eine große Attraktion ist, wahrscheinlich so, wenn jemand bei uns zum Sightseeing zu Aldi gehen würde.
Am Abend sahen wir ein Baseballspiel in Baltimore, vorher gingen wir in der Stadt noch ins Visionary Art Museum. Sehr anders - das Ausgestellte dort waren Objekte, Installationen und Gemälde von (mentally) disabled persons, also kein typisches Kunstmuseum, sondern ein Ort voller toller gebastelter Dinge, z.B. ist die Hausfassade großflächig mit Mosaiken aus Spiegeln und Tellern verziert. Es gab außerdem viele Objekte aus Müll etc. (Ich musste viel an Bourdieu denken - man braucht nicht viel kulturelles Kapital, um die Kunst zu betrachten, deswegen war das Museum also sehr zugänglich, für "breite" Schichten. Deswegen: erst Wal Mart, dann das Museum, danach Baseball - alles Formen von Populärkultur (nach Bourdieu, immer noch). Interessant. Lust zu basteln bekommen.)
Nach dem Museum besuchten wir das Baseballspiel Orioles vs. Yankees, also die Mannschaft von Baltimore gegen die aus New York. Jetzt weiß ich endlich, dass die Baseballcaps in dunkelblau mit dem NY-Logo, die andauernd Menschen tragen, von einer echt existierenden Mannschaft stammen! Sightseeing. Die größte Attraktion an dem Spiel war aber tatsächlich für mich, wie viele Helferpersonen eine riesige Plane, die auf dem Spielfeld lag, zusammenlegte, das sah sehr lustig aus. Zum ersten Mal gab es nämlich starken Regen und Gewitter - schon anders als die sonst 26-32° C. Für uns teilweise ärgerlich, wir kauften Regencapes für 8 Dollar. Bei einem Basketballspiel ist alles unglaublich teuer - 5 $ für Pommes oder einen Hot Dog, 8 $ für ein Bier etc. 8$ sind zwar umgerechnet 6 Euro - aber trotzdem! Denn für uns Deutsche schmeckt das amerikanische Bier sehr wässrig. ...Ich war sehr aufgeregt zum ersten Mal ein Spiel in einem Stadion mitzuerleben, ich war in Deutschland auch noch nie bei einem Fussballspiel und hätte Masseneuphorie und auch Hooligans etc. erwartet. Zwar trugen die meisten Fans knallorange T-Shirts mit Logos, alles war aber sehr ruhig. Auch das Spiel - spannend war die Nationalhymne (alle Männer sollten ihre Hüte abnehmen - ungeachtet dessen, dass natürlich auch Frauen Baseballcaps als Fans tragen) und es gab nicht etwas wie einen Anstoß, irgendwann merkten wir, dass das Spiel schon begonnen sein musste. Beim Fussball in Deutschland rennen die ganze Zeit Personen herum, auch als nicht die Regeln kennende Person wie ich weiß man, dass der Ball auf einer bestimmten Seite sein muss. Beim Baseball geht es meist darum, dass der Ball erstmal getroffen werden muss. Das passiert alle paar Minuten, dann rennt ein Spieler für ein paar Sekunden. Auch wenn die Amerikaner_innen uns die Regeln erklärten, für uns war das Spiel nicht sehr aufregend. Außerdem entstehen viele Pausen durch Mannschaftswechsel - hierbei werden auf großen Bildschirmen kleine Filme, Werbung etc. eingespielt und vor allem gibt es die Publikumskameras. Ich kenne die Kiss Cam aus Hollywoodfilmen. Aber die größte Attraktion beim Baseballspiel schien zu sein, darauf zu warten, selbst auf dem Bildschirm zu erscheinen (unsere Gruppe wurde häufig gezeigt, wahrscheinlich weil viele immer tanzten). Man klatscht, wenn der Bildschirm es sagt, dann hält man die Hände hoch etc. - man wird animiert. Es war wie ein Kino, bei dem sehr viel im Publikum gegessen wird (Andauernd stehen Personen auf und holen sich neues Essen). So hätte ich mir eine Sportveranstaltung nicht vorgestellt! Nachdem das Spiel vorbei war (die Baltimore-Mannschaft hatte 5:6 verloren) gingen alle auch schnell nach Hause, keine besondere Trauer, auch wie nach einem Kinofilm.
... Da ich gerade über amerikanische Filme meine Bachelorarbeit schreibe - in zwei von drei Spielfilmen ist Baseball ein Thema. In einem wird beim Sitzen im Publikum über Liebe diskutiert (es geht auch um das Thema Spielerfrau - die Ehemänner spielen etc.) - kann ich verstehen, eigentlich unterhält man sich die ganze Zeit, ab und zu jubelt man wegen eines Homeruns oder so. Bei einem anderen Film schaut ein Mann sich zu Hause ein Spiel an - das verstehe ich nicht, was soll man die Zeit über machen? Wahrscheinlich wird viel Werbung eingeblendet. Aber dabei natürlich obligatorisch viel Fast Food... ...Insgesamt hat ein Baseballspiel für mich ziemlichen Bildschirmcharakter.
Freitag, 13. September 2013
American Life
| Baltimore, Baseball Game Orioles gegen die New York Yankees |
Alles ist groß! Trinkbecher, Autos, Universitäten, Häuser, Stadions, ............
und alles dreht sich ums Essen. An jeder Ecke gibts es Restaurants und auch die Studierenden empfehlen mir jeden Tag mehrere Orte zum Essen. Alle haben "really good food". Besucht habe ich erst ein paar davon.
Meist war das Essen hier natürlich Fast Food, was ja meistens irgendwie gut schmeckt. Mein Versuch einen "Gesundheitstag" einzulegen ist leider auch am Essensangebot gescheitert...
| Towson Diner, ein Cheeseburger deluxe |
Heute ist der Tag der ersten Aufführung und ich bin gespannt, was wir noch vorbereiten müssen. Alles wird hier nämlich von der Gebäudemanagerin organisiert und es scheint, als müssten wir fast garnichts selbst machen. Und ich bin natürlich auch gespannt, wie die Projekte hier angenommen werden.
| Im Hafen von Baltimore, die Anordnung der Menschen erinnerte mich an einen Film. |
Donnerstag, 12. September 2013
USA | TOWSON | Tag 4 - Studentinnenleben
Heute war ein Tag des Studentinnenlebens. Ich esse normalerweise immer zum Frühstück cereals, also süße, ungesunde Müsliflakes - das ist in Amerika auch quite common, aber heute machte uns Katie richtig Bacon und Eggs (mit cheese) zum Frühstück, sehr gut. Sie kann sich sowieso gut in uns hinein denken, was für für erlebenswerte amerikaniche Erfahrungen halten - abends nahm sie uns mit ihrem Freund mit zu einem echten Diner. Dort bestellten wir fast alle einen großen Burger und ein Milchshake, auch wenn ich die einzige war, die diesen dort aufessen konnte (ich glaube, ich bin häufig am konsumfreudigsten von unserer Gruppe, nicht gut für den Reisegeldbeutel...). Die Kellnerin erzählte uns, dass sie auch schon mal von einer deutschen Sendung beim Servieren gefilmt wurde, der Diner erwies sich also als gute Repräsentationsvorlage. Als ich noch (wie immer als letzte) aß, wollte sie aber schon alles abräumen und gab uns boxes für das Essen und Becher für die Milchshakes. Wir wunderten uns - wollen sie nicht Geld verdienen und uns nach zusätzlichen Drinks fragen? Im Gespräch erfuhren wir, dass in Amerika wirklich mehr ums Essen geht und man danach meist wirklich nach Hause geht. Da fällt schon wieder ein Unterschied in der Kultur auf - etwas schneller beenden, mehr Essen, weniger Zusammensitzen. Und die Portionen sind zu groß.
Es war aber toll, mehr mit unserer Host Katie und ihrem Freund Mike zu machen, die beiden sind wirklich großartig. Wir reden hauptsächlich über die Unterschiede unserer Kulturen, ich frage immer über Gewohnheiten und Alltagsleben - irgendwann fiel mir auf, dass wir so alle zu Stellvertreter_innen unserer Kulturen werden, also nicht gerade individuell für ein ganzes Land stehen. Mike hat aber später noch etwas über seine Arbeit als Musiklehrer an einer Schule für schwer Erziehbare erzählt (hier hat man über "blacks" die Vorurteile, die man bei uns über "Türken" hat) und Katie erzählte etwas über ihre Familie. Ich bin sehr verwundert, sie meinte, hier ist es ungewöhnlich, wenn nicht beide Elternteile arbeiten - bei uns gibt es nämlich so viele Hausfrauen. Solche Unterschiede in partnerschaftlichen Lebensformen interessieren mich vor allem wegen meiner Bachelorarbeit, die ich gerade zum Thema (Hochzeit/Ehe/ im Film) schreibe - dort ergab meine Recherche eher, dass in Amerika traditioneller gelebt wird, da auch z.B. zusammen wohnen vor der Ehe (falls diese je stattfindet) in den USA gesellschaftlich mehr sanktioniert wird. Ich kann aber nicht oft genug betonen, dass unsere Lebensform unter Studierenden - WGs, gemischt geschlechtlich - einfach kaum verbreitet ist - Doppelschlafzimmer, gleichgeschlechtlich, und so, ich glaube ich schrieb bereits darüber. Jedenfalls ist dieser "kulturelle Austausch" auch praktisch für das Studium, und zwar um im wahrsten Sinne des Wortes die theoretischen Erkenntnisse praktisch zu reflektieren.
Auch haben wir am Student_innenleben teilgenommen: wir durften an einer class für modern dance (es gibt hier ein dance department, das ist nicht wie hochschulsport) teilnehmen. Wirklich teilnehmen, nicht nur zuschauen - ich hätte technik erwartet, wo wir uns unfähig fühlen würden. Die Stunde war aber eher wie mir bekannte Auswärmübungen beim Improtheater, Raumlauf, viel mit Körpererfahrung aber auch sprechen im Raum. Wir wurden integriert und durch die Übungen konnten wir uns direkt körperlich damit auseinandersetzen, dass wir Fremde im Raum waren. Danach haben wir noch bei einer Gesangsstunde von Katie zugehört. Dies war sehr beeindruckend, weil wir so ihre tiefe, laute Stimme endlich einmal solo und nicht im Chor des Projektes unter vielen anderen hören konnten. Ich habe selbst Unterricht mit verschiedenen Instrumenten erlebt, aber Gesangstechniken waren mir völlig fremd. So konnten wir ein bisschen am amerikanischen Unileben teilhaben und auch andere Fachbereiche als unsere kennen lernen. Ich war überrascht, wie die Studierenden sehr engagiert am Unterricht teilnahmen und sehr reflektierte Sachen sagten (was in meiner Uni zu hause nicht immer der Fall ist, aber hier haben wir auch ältere Studierende beobachtet).
Dieser Tag war der erste, wo wir weniger touristisch die Stadt erkundeten oder bei den Proben zuschauten sondern direkt an der Uni teilgenommen haben und sogar selbst arbeiteten. Wir haben in einer Caféteria, umgeben von Billiardspielern, die Projekttexte ins Englische übersetzt - dabei merkten wir doch, dass geschriebenes Englisch weniger Fehler und Umschreibungen zulässt als die Gesprochene. Beim Sprechen sind wir nämlich jetzt schon ziemlich gut geworden!
Es war aber toll, mehr mit unserer Host Katie und ihrem Freund Mike zu machen, die beiden sind wirklich großartig. Wir reden hauptsächlich über die Unterschiede unserer Kulturen, ich frage immer über Gewohnheiten und Alltagsleben - irgendwann fiel mir auf, dass wir so alle zu Stellvertreter_innen unserer Kulturen werden, also nicht gerade individuell für ein ganzes Land stehen. Mike hat aber später noch etwas über seine Arbeit als Musiklehrer an einer Schule für schwer Erziehbare erzählt (hier hat man über "blacks" die Vorurteile, die man bei uns über "Türken" hat) und Katie erzählte etwas über ihre Familie. Ich bin sehr verwundert, sie meinte, hier ist es ungewöhnlich, wenn nicht beide Elternteile arbeiten - bei uns gibt es nämlich so viele Hausfrauen. Solche Unterschiede in partnerschaftlichen Lebensformen interessieren mich vor allem wegen meiner Bachelorarbeit, die ich gerade zum Thema (Hochzeit/Ehe/ im Film) schreibe - dort ergab meine Recherche eher, dass in Amerika traditioneller gelebt wird, da auch z.B. zusammen wohnen vor der Ehe (falls diese je stattfindet) in den USA gesellschaftlich mehr sanktioniert wird. Ich kann aber nicht oft genug betonen, dass unsere Lebensform unter Studierenden - WGs, gemischt geschlechtlich - einfach kaum verbreitet ist - Doppelschlafzimmer, gleichgeschlechtlich, und so, ich glaube ich schrieb bereits darüber. Jedenfalls ist dieser "kulturelle Austausch" auch praktisch für das Studium, und zwar um im wahrsten Sinne des Wortes die theoretischen Erkenntnisse praktisch zu reflektieren.
Auch haben wir am Student_innenleben teilgenommen: wir durften an einer class für modern dance (es gibt hier ein dance department, das ist nicht wie hochschulsport) teilnehmen. Wirklich teilnehmen, nicht nur zuschauen - ich hätte technik erwartet, wo wir uns unfähig fühlen würden. Die Stunde war aber eher wie mir bekannte Auswärmübungen beim Improtheater, Raumlauf, viel mit Körpererfahrung aber auch sprechen im Raum. Wir wurden integriert und durch die Übungen konnten wir uns direkt körperlich damit auseinandersetzen, dass wir Fremde im Raum waren. Danach haben wir noch bei einer Gesangsstunde von Katie zugehört. Dies war sehr beeindruckend, weil wir so ihre tiefe, laute Stimme endlich einmal solo und nicht im Chor des Projektes unter vielen anderen hören konnten. Ich habe selbst Unterricht mit verschiedenen Instrumenten erlebt, aber Gesangstechniken waren mir völlig fremd. So konnten wir ein bisschen am amerikanischen Unileben teilhaben und auch andere Fachbereiche als unsere kennen lernen. Ich war überrascht, wie die Studierenden sehr engagiert am Unterricht teilnahmen und sehr reflektierte Sachen sagten (was in meiner Uni zu hause nicht immer der Fall ist, aber hier haben wir auch ältere Studierende beobachtet).
Dieser Tag war der erste, wo wir weniger touristisch die Stadt erkundeten oder bei den Proben zuschauten sondern direkt an der Uni teilgenommen haben und sogar selbst arbeiteten. Wir haben in einer Caféteria, umgeben von Billiardspielern, die Projekttexte ins Englische übersetzt - dabei merkten wir doch, dass geschriebenes Englisch weniger Fehler und Umschreibungen zulässt als die Gesprochene. Beim Sprechen sind wir nämlich jetzt schon ziemlich gut geworden!
Mittwoch, 11. September 2013
USA | BALTIMORE | Tag 3 - Baltimore
Auch wenn wir heute zum ersten Mal direkt unser Projekt planten, mit Heather, die an der Uni für die Raumkoordination zuständig ist (für das Projekt werden ein paar Filme gescreent - hier haben sie sowieso überall Bildschirme an den Wänden, sodass wir die benutzen können, das sind schon toll ausgestattete Räumlichkeiten), verbrachten wir heute zum ersten Mal einen Tag in einer anderen Stadt als Towson, in Baltimore. Dort sind wir zwar auch mit dem Flugzeug gelandet, gesehen haben wir aber bisher nur den Highway, als wir von da aus zu unserer Host gebracht wurden. Und hier viel schon etwas auf: ich persönlich hätte "endlich" eine Altstadt zum "Bummeln" erwartet, weil Towson nur aus der Uni, einer Mall, großen Verkehrsstraßen und Wohngegenden besteht - aber auch hier gibt es zwar einen Hafen, der mit seinen Schornsteinen aber nur ansatzweise an Retro-Träume, wie aktuell z.B. durch The Great Gatsby vermittelt, erfüllt. Wenigstens - in Towson aßen wir nur in verschiedenen Fastfood-Ketten, hier sahen wir endlich mal, was wir in Deutschland von einer Kleinstadt erwartet hätten - Cafés, so richtig schön mit draußen stehenden Stühlen und so. Amerika ist aber einfach jünger als Deutschland. Und noch ein Unterschied machte sich bemerkbar - in Baltimore ist der Inner Harbor eigentlich eine Touristengegend, mit einem Hard Rock Café, Museen, Kuriositätenkabinett, Shopping, Hooters - aber am Dienstag, wo wir da waren, war einfach zu sehr Werkttag. Bei uns in Oldenburg ist an Werktagen die Innenstadt voll mit Einkaufenden, hier in Baltimore kaum, wir teilten riesige Geschäfte mit nur vielleicht 2 anderen Kunden. (Trotzdem kann man nicht so leicht in die Umkleide, z.B. muss man sich diese aufschließen lassen, bei Urban Outfitters wurde unser Name und unsere Teilanzahl an eine Tafel an der Tür geschrieben... vielleicht kann man den Amerikanern nicht ganz so vertrauen wie uns?) Unsere Host Katie sagte, hier arbeiten halt alle unter der Woche, aber das ist ja eigentlich nicht anders als zu Hause - und außerdem: wo sind die anderen Touristen? ...Vielleicht liegt es aber auch an der Hitze, mit 32° im September ist die Höchsttemperatur Oldenburgs im Sommer erreicht.
und noch ein Video mit anderer Linse, für ein bisschen mehr Nostalgie (in klein anschauen, sonst ist die Qualität zu schlecht)
ein Schnappschussvideo:
USA | TOWSON | Tag 2 - großer Konsum
Also, nach ein bisschen kennen lernen merkt man: In Towson - auch wenn die Stadt kaum mehr zum Besichtigen bietet als die riesige Mall - ist alles größer, vor allem der Unicampus. Es gibt Shuttlebusse nur dafür!
Sogar der Campus bietet Sehenswürdigkeiten, mit denen man sich fotografieren lassen kann. Wahrzeichen...
Und eine Uni braucht natürlich vor allem eins: Einen Laden für Merchandising! Einen riesigen. Okay, es gibt neben den T-Shirts etc. mit Schriftzügen, Logos und dem Tiger noch einiges mehr, so wie für viele Sportmannschaften, aber auch Schreibwaren kann man hier im Laden kaufen, also auch fürs Studium wirklich benötigte Dinge. Hier in Amerika ist man aber viel patriotischer als in Deutschland - viele laufen mit einem Shirt, Pulli oder Trainingshose ihrer Uni herum, genauso wie überall amerikanische Flaggen hängen. Wir erinnern uns aber auch an Pullover mit Drucken, die Zugehörigkeit zu Fachschaften anzeigen sollen in Oldenburg, aber das ist nun wirklich nicht so durchdesignt und durchkommerzialisiert. Und nicht vergessen: Mit der Kreditkarte merkst du viel weniger, dass du was gekauft hast!
Der Konsum ist in vielen Bereichen auf dem Campus stärker in die Grundstruktur übergegangen: Dies sind die Überreste einer Pommes mit Käsesoße mit einer refill-"Coke" einer bekannten Marke. Käsesoße! Zitat: "eingefärbtes Fett", man muss es sich etwa vorstellen wie eine Dose Cheese Dip für Nachos in Deutschland. Zu Pommes. Frustrationen von Mitreisenden, die dazu führten, nach zwei Tagen in den USA einen "gesunden Tag" einlegen zu wollen, scheiterten aber leider durch das Warenangebot hier... Man kann aber für 7 Dollar auch Wraps mit Chips kaufen.
Auf dem Campus lebt man als Student hier mehr - Die Wohnungen sind oft nahe, nachmittags gibt's Sportprogramm, bei den Essenstischen der McDonald'sähnlichen Caféteria gibts neben Billiard auch Tischtennis zum Spielen, da kann man beim Essen schön Sportliche betrachten.
Eine Stadt in der Stadt - aber doch ein kleiner, kuscheliger Kontrast dazu.
Eine weitere Stadt in der Stadt - die Mall. Unsere Highlights allerdings: Supermärkte! Leider waren wir noch nicht bei Wallmart. Bei Shoppingzentren sind ja meist teurere Läden für Essen - uns viel vor allem ein Bio- bzw. Organictrend auf (der sich nicht nur durch das Warenangebot zog, sondern durch das entire design, Holztische für Kassen, alles in grün und braun etc.). Eine wohl sehr berechtigte Gegenbewegung gegen das sonst so fettige Essensangebot - aber: ich konnte noch nicht einmal einen Schokopudding finden. Dafür waren meine Errungenschaften aber mit Chili gewürzte Mangostreifen und eine Art Algenchips mit Wasabi - in einem anderen Supermarkt machten wir richtig Sightseeing mit Erdnussbuttermühlen (Erdnüsse rein - Butter raus), Harry Potter-Bohnen und riesigen Cupcakes.
Sonntag, 8. September 2013
USA | Towson | Tag 1 - Ankommen
Ich bin etwas traurig, dass ich für das Projekt in Oldenburg niemanden gehostet habe, wir sind super untergekommen und konnten durch viel Talking unser Englisch verbessern. "It just takes a five minutes ride to the university" hat nichts mit Fahrrädern zu tun, die gibt's einfach nicht so wie in Oldenburg, genauso wenig wie man läuft - wir machten aber einen schönen Spaziergang zum Center of the Arts, wo wir begrüßt wurden, uns trauten, bei der Aufwärmübung mitzumachen, die Proben mit anhörten aber dann doch in Richtung Mall in der Innenstadt gingen. Dort sahen wir lustige Läden, Sonnenbrillen und Mikrofone für Teddybären, bei Victoria's Secret war ich leider nicht dabei. Auch wenn wir wissen, dass es hier schon günstig ist - ohne Umrechnung sehen die Preise doch teuer aus...
Als Studentin braucht man immer einen Laptop auf Reisen, da ich tragischerweise mein Kabel dafür vergessen hatte, brauchte ich unbedingt ein neues. Mir wurde der Best Buy (electronic) Store an der York Road empfohlen - auf der Karte ist die Straße wirklich nah an der Uni - deswegen entschied ich mich, alleine einen Spaziergang dorthin zu machen (mir wurde nicht wirklich geglaubt, dass ich über eine Stunde spazieren gegangen bin, es gibt doch Verkehrsmittel!). Ich hätte aber nicht erwartet, wie groß die Dimensionen, angezeigt von der kleinen Karte sind. Ein langer Spaziergang durch eine große, nicht touristengeeignete Straße - anstrengend, auch weil das Wetter wie der Hochsommer hier ist, aber dadurch konnte ich mich wenigtens an den Look von Amerika gewohnen, sodass nicht mehr Briefkästen die Hauptattraktion für mich sind. Und das führt zu ersten Resümees: hier ist wirklich alles größer, selbt in so einer nicht großen Stadt wie Towson. Die Straßen... vor allem die Autos, sie sind viel länger, genauso wie die Menschen sie früher und häufiger besitzen, die Kofferräume sind größer als in Deutschland, die Kühlschränke... Viel mehr Platz für... Konsum, so ist es schon, es gibt mehr Fast Food, es gibt weniger Slow Food und es gibt mehr Glitzer. Aber auch ich selbst merke, wie mich Konsum mit Amerika verbindet - amerikanische Filme haben mir all dies, selbst die Autobahnschilder, an denen ich vorbeigelaufen bin, schon gezeigt. Ich kenne Häuser, Autos, Straßen, Schilder in Deutschland, und ich kenne auch die aus Amerika als Filmrequisiten - und hier ist das Original, das Vorbild. Es ist wie Sight Seeing. Ich kenne das Brandenburger Tor, den Eiffelturm, das Kolosseum von Fotos, aus dem Fernehen, sogar von Urlaubsfotos meiner Freunde, dann stehe ich davor und sehe nichts neues, bin aber fröhlich, es auch "mit eigenen Augen gesehen zu haben" und eigne es mir an, indem ich es fotografiere. In New York werden wir noch viele Sights sehen, die Freiheitsstatue... Hier sind die Sights Architektur von Mittelstandswohnhäusern und Autobahnen. Das zeigt mir, wie sehr die amerikanische Kultur VorBild für unsere deutsche ist, aber vor allem, dass diese Filmwelt wirklcih existiert und wirklich doch eine andere ist als unsere... Trotzdem war es unglaublich, wie bekannt die Gesichter der Austauschstudent_innen waren und wie durch eine gemeinsame Gruppe alles vertraut wurde. Dort habe ich aber noch nicht viel fotografiert, weil es eben bekannt war.
hier noch ein Videozusammenschnitt, zufällig, weil die Kamera alles vor Fotoaufnahmen speichert.
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