Mittwoch, 19. Januar 2011

sdfa
Feuerspucker. Ach, und ein unphysikalischer Elefant.

Elefanten.
abgebildet sind Seiltänzerjongleur und Licht.

Mittwoch, 12. Januar 2011

Ich bin "entindividualisiert". ausgeraubt und unsichtbar

Zur Einleitung muss ich von einer Sache berichten, die momentan ziemlich stark meine Stimmung beeinflusst - und zwar ins negative. Mir wurde gestern in der Uni mein Netbook geklaut. Und zwar mit allen Daten darauf. Nein, ich habe sie nicht woanders gesichert.
Ich lade hier zwar sowieso nicht oft etwas hoch, aber viele Fotos usw. wird es jetzt hier wohl nie zu sehen geben. Die Bilder jetzt habe ich gestern gemacht, da sie aber mit Chemikalien (Entwickler, Fixierer), Pinseln, Händen und Licht und einer Menschenfigur auf Fotopapier entstanden sind, sind sie nicht weg. Die tolle neue digitale Produktionstechnik wurde mir also zum Verhängnis und muss auf die guten alten handfesten und analogen Arten zurückgreifen.
Die Optik des Blogs will ich jetzt mal kurz ändern - jemand hat mal über meine Sachen gesagt, dass sie ständig so einen "Spielzeugcharakter" hätten. Bunt ist meine Stimmung nicht, also gibt's jetzt etwas passenderes - wenn auch der Bastel-Charakter bleibt.
Zum Motiv. Gläserner Mensch. Entindividualisierung. Und, ja, Zerstörung.
Mir wurde etwas gestohlen, was mir unglaublich viel bedeutet. Wo ich viel Zeit reingesteckt habe. Ach ja, und für das Netbook an sich habe ich auch noch viel gearbeitet. Und im Supermarkt bekommt man nicht viel pro Stunde. Der Dieb hat sich materiellen Wert geholt, sogar weniger, als der materielle Wert für mich in dem Computer steckte, da er nur ein wenig Adrenalin aufwenden musste. Aber er wird nichts davon merken. Vielleicht wird er kurz schauen, was für Daten auf dem Netbook waren, dann denken: "Ah, irgendsoeine Kunststudentin" oder "irgendsoein Mädchen" usw. Dann wird er (ich unterstelle dem Dieb eigentlich keine Männlichkeit, rein Artikel-Genus-mäßig) meine Daten löschen und das Netbook relativ billig verkaufen oder selbst verwenden, wohl eher billig verkaufen.
Beim Fischfang werden 16x so viele (vielleicht auch 17, ich weiß es nicht mehr, die Notizen sind gestohlen worden) Fische in den Netzen gefangen, wie später verkauft werden sollen. Der Rest stirbt und wird weggeworfen. Leben wird verschwendet, um einfacher an Geld zu kommen als mit anderer, freundlicherer Arbeit. Und so ist es mit Diebstahl. Dadurch, dass man das Leid nicht sieht, das man verursacht, denkt man: ist ja nicht so schlimm und hey, cool: ich hab ganz einfach dieses coole Ding hier!! (genauso ist es natürlich auch, wenn man Fleisch ist, da man das Leid, das Töten etc. nicht mitbekommen hat.) vergisst aber, dass man viel mehr genommen hat, als man in den Händen hält. Man könnte es natürlich auch nicht "in den Händen halten", da es alles Sachen sind, die nur für mich ideellen Wert haben.
Mir wird durch den Vorfall bewusst, dass ich für viele viele andere Menschen kein Individuum bin. Nur Beutequelle. Und das meine ich mit Entindividualisierung - dass ich nur irgendein kleiner Teil der Masse bzw. Gesellschaft bin. Und nur noch in meiner Materialität bestehe. Denn alles andere ist für die Anderen unsichtbar.
(Mit Kant könnte man es vielleicht so sehen, dass ich nur noch "den gestirnten Himmel über mir" sehe - und mir klar wird, dass man von außen nicht in mich hinein (eher hindurch, sie Fotos) schauen kann, bzw. ich zwischen den ganzen Körpern gar nicht auffalle.)


ach, und jetzt noch ein paar weitere ganz individuelle Chemiegramme.

Dienstag, 28. Dezember 2010

kuscheliges sylvester

Sylvester wird kuschelig!
nicht hart, knallhart, spritzig, fetzig, versoffen, kalt, geil, abgefahren, laut, absturzgefährdet, bombe, primitiv, gefährlich, knallig, gemeinschaftlich, super, krass, lustig, langweilig, traditionell, extrem, nett, ruhig, liebevoll (...) oder teuer - nein, es wird kuschelig. (auch wenn alles andere natürlich auch dargestellt werden könnte. ich rede natürlich wieder von der besonderen materialität des bildes, feuerwerk aus wolle, stoff und perlen.)
Man kann mit den Häusern kuscheln und mit den Fenstern und mit der Stadt und mit dem Licht und mit dem Himmel und mit der Nacht und mit den Menschen und mit der Straße und mit den Stühlen und mit dem Raclette und mit dem Sekt und mit den Freunden und mit dem Fernseher und mit dem Tisch und mit der Flasche und mit dem Glas und mit dem Blei und mit der Kerze und mit der Wunderkerze vor allem und mit den Knallerbsen und mit den Knallbonbons und mit dem Zimmerfeuerwerk und mit dem Feuerzeug und mit den Böllern und mit den Knallteppichen und Knallfröschen und mit den Raketen und mit den Feuerrädern und mit den Fontänen und mit dem Feuer und mit der Glut, also kurz: mit dem tollen Sylvesterfeuerwerk kann man kuscheln und die Funken davon kann man sogar auf eine Perlenketten aufziehen.
na ja, vielleicht - in der realität - auch nicht. mal gucken, was kommt.

Dienstag, 21. Dezember 2010

höchst aufgewertetes zubereiten eines kartoffelessens


... und am schluss der fertige teller. für einfach mal den alltag "künstlerisch" (ich würde hier gerne fünf anführungszeichen setzen. okay, ich mach es. """""künstlerisch""""") auswerten. war sehr lecker.
übrigens inspiriert vom "screening" eines video-seminars, wo andauernd studenten ihr essenkochen gefilmt und dann sehr künstlerisch (ich hoffe, dieses wort ist jetzt so vorbelastet, dass ich es nicht mehr in anführungszeichen setzen muss) rückwärts und teilweise mit sequenziellen wiederholungen abgespielt haben.
Warum Models engagieren, Motive gibt es überall. (Aber Essenszutaten kosten auch! Also danach nicht wegschmeißen. auch wenn models eigentlich wiederverwertbarer sind als etwas, was nur einen abend hält.)

Sonntag, 5. Dezember 2010

erklärung

ERKLÄRUNG FÜR DEN VORANGEHENDEN BLOGPOST!
das ist er übrigens, der gute immanuel kant bzw. sein überwiegend zweidimensionales puppenabbild. er sitzt hier auf seinen vier hauptwerken und vor seiner heimatstadt königsberg. er ist natürlich nur eine zusammenimaginierte darstellung aus bekannten portraits, siehe oben.ach ja: er ist philosoph, ganz schön dick einflussreich und so, 18. Jahrhundert. liest man in der uni rauf und runter. Aufklärung, Erkenntnistheorie, Ethik, Ästhetik, alles dabei, und noch einiges mehr. aber ich wollte jetzt eigentlich nur meine figur hier zeigen;)
(soll erklären, wer der auf dem gameboyschlitten durch den schnee rutschende manteltyp des vorigen posts wirklich ist:) )

der rutschende kant

uaaaaaaaaaaahhhhhhhhhh!
da rutscht er. auch hochintellektuelle leute wie immanuel kant (den soll diese puppe darstellen), tun manchmal neben ihrer lehnstuhlphilosophie auch etwas sinnlos-lustiges an der - momentan SEHR - frischen luft. und da wir schon so schön sinnlos sind, ist der schlitten, (das geheimnis ROSEBUD des medienmoguls charles foster kane aus citizen kane, so nebenbei, um etwas sinn herzustellen) auch weiter ganz dadaistisch ein gameboy - man wird doch wohl noch ein wenig spielen dürfen.

aber ich muss noch erwähnen: der gute kant könnte den schnee nicht genießen, hätte er nicht seinen mantel an!! denn mit kälte bleibt man bewegungslos, so wie jedes einzelne bild dieser bilderfolge ja eigentlich auch ist.
(es lebe der dadaismus (anti-floskel), die philosophie, der gameboy und die wärme - kleine nachricht an den C. :) )  ach und sorry, dass es trotz der ganzen erleuchtung ein wenig dunkel geworden ist.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

wackellogo

einmal neu: das fotogramm.







außerdem neu: gif aus fotogramm.














das obere ist übrigens fotopapier, mit 3x gegenstände draufgelegt, dann belichtet, dann entwickelt. also bewegung in einem stück, in der reihe. rechts dann "übereinander".
und schon wünscht man sich, animierte bilder statt statische nba-logos (sieht auch so aus) auf seine basketballklamotten zu sticken:)

Schreie scannen

Noch schläft sie... Aber wenn sie dann vor ihm steht, ist sie nicht mehr ruhig, äußerlich schon, aber sie ist in ihrem inneren gefangen und kann nicht ausbrechen, sie schreit und will sich befreien, aber es ist wie hinter einer wand aus glas, alles verschwimmt. und das schlimmste ist, dass sie niemand hört...

oh nein, keine sorge, ich habe keine identitätskrise und fühle mich auch nicht übermäßig unverstanden oder hyperindividuell, ich habe nur entdeckt, dass, wenn man sein gesicht scannt (also flachbettscanner für den pc, graustufen, bei mir jedenfalls) das alles ganz lustig und so irreal-traum-angst-GEIST-mäßig aussieht und da passen solche motive. und das geschreibsel sollte ja nicht immer nur um die bildtechnik gehen... aber, nebenbei: bilder sind KOMPLETT unbearbeitet.
zu den bildern: vor allem MUSS man ja seine augen zukneifen wegen des lichts und ehrlich gesagt habe ich jetzt noch keine andere geste als schreien gefunden, die mit der optik zusammen wirkt. (ein geist, der die augen zukneift und die zunge rausstreckt wirkt leiiicht unauthentisch.) für selbstversuche: wenn man die scanqualität (dpi zahl. ich hab 300dpi bei graustufen genommen) höher macht, braucht der scanner länger, um das bildfeld abzutasten - dementsprechend hat man mehr zeit, sich zu bewegen (siehe unterstes bild).
also, worums mir eigentlich geht: manchmal ist vom medium, oder der technik (scan), abhängig, was man darstellt, auch wenn man manche motive sonst niiie gestalten würde:)

Samstag, 27. November 2010

bewegung - freeze - bewegung

nach einer Idee von @pczek wurden beim abifestival im mai 2010, lingen, niedersachsen, deutschland, nicht nur normale fotos gemacht, sondern fotoreihen - weil man die dann so schön zu kleinen kind-of-stopmotion-videos, die einen festivaleindruck bieten, oder zu animierten gifs, wie der metaler hier zusammenschneiden kann.
...wenn man gute kameras hat, die ein nicht verwackeltes bild liefern, wenn man bewegung festhält, sind die ersten motive vielleicht: hochspringen, dabei die haare fliegen lassen.
das probiert man vielleicht gerne aus, weil man so etwas sonst ums nicht zu verwackeln, filmen konnte. hier mal die umkehrung des aufnahmeerfolges: von der gelungenen festgehaltenen bewegung (die metalbilder sind leider dann doch im original etwas verwackelt) dann wieder zum pluralbild zur bewegung. jaja, hätte man auch einfach filmen können, aber so versteht man filmen (den aufbau, die entstehung) besser und für eine endlosschleife sind gifs (übrigens meine ich damit das dateiformat, graphics interchange format, an dem ist toll das es die bilder klein macht (das links ist nur 290 kb groß, also klein) und mehrere bilder, wie hier enthalten kann) cooler als kleine videos.
Formel für gifs: (welt/leben/bewegung+Kamera+Auslöser= Freeze=Moment=Foto) Freeze+Freeze+Freeze...=Bewegung.     So schön sinnlos wieder beim anfangspunkt angelangt:)
noch mal in groß das ganze (bei mir läuft das nicht so schnell, deswegen die 2 versionen).