Montag, 18. April 2011

so viel Licht! (für Blüten und Kameras)

Was alles beginnt und bald kommt: Frühling, Sommer, Ostern, wolkenfreier Himmel, Grillen, Röcke, schwitzen, Fahrradfahren, Nächte, Osterfeuer, Schmetterlinge, grün, Ferien, Rennen, Luft, rot, Wolken, Blüten, Sonne, Bier, Genießen, Sonnenbrillen, Osterglocken, Blätter, Eis, Trinken, Wind, Bücher, Decken, Gras, Strand, See, schwimmen, Sand, Fühlen, gelb, Blätter, Wasser, Wärme, Wassermelone, Spritzer, Cocktails, T-Shirts, Zehen, Rücken, Glitzer, Freizeit, Saft, Gepäckträger, Gitarren, Würstchen, Lagerfeuer, Züge, Ferne, Gesang, blau, Pferde, Haare, lachen, bunt, sein.

Ja genau, wie schön das ist! Launen, Lebenserfahrungen, Möglichkeiten etwas tolles zu machen sind natürlich nur von ein paar meterologischen Gegebenheiten abhängig, sodass unumgänglich die Jahreszeit der Freude und Liebe auf uns zu kommt.
Was aber objektiv toll ist: So ist genug Licht für mein Objektiv (haha. also für meine kleine Holga-analoge-Kamera, die keinen guten Blitz hat) da. Und so wird meine Freude an schönen Motiven, die man gut "ablichten" kann, analog zu der an warmen durch-die-Gegend-fahren gestillt.
Zu diesen Bildern: alle analog gemacht, das besondere: Doppelbelichtungen, das heißt ein Stück Film mit zwei verschiedenen Motiven übereinander belichtet. Das geht digital nicht! (Okay, mit Photoshop.) Genausowenig die Sprockets am Rand oder diese bunten Farbflecken. (Okay, mit Photoshop. Aber diese genialen Zufallsergebnisse sind unvergleichlich;) )
Also: doppelte Bilder gleich doppelt guter Frühling für mich. Juhu!























Sonntag, 17. April 2011

D | HAMBURG | Nachts durch Hamburg laufen.

Hamburg!
Nachts.
genauer:
Lange Nacht der Museen in Hamburg. 
War super! Man kann ja "schnell mal eben" hinfahren mit dem Zug.

Freitag, 15. April 2011

2 Jahre im richtigen Film

Bio-LK-Video von 2009!
Es geht um anthropomorphisierte Aktionspotentiale (in heteronormativer Darstellung : P )
1.: Gestern war ich beim "Illustren Abend" der Cäcilienschule - das ist ein Bühnenabend, wo Abiturienten was vorspielen und singen etc. um Geld für den Abiball zu verdienen bzw. die Cäci, da hab' ich auch mein Abi gemacht. Und natürlich auch vor zwei Jahren an diesem Abend mitgemacht - Nostalgie.
2. Meine letzten Tage wurden durch einen fiesen PC-Wurm lahmgelegt (alles wieder okay. jetzt.), und bei der Datensicherung fand ich alte Sachen.
Also: Hier:
Dieses Video habe ich mit dem lieben J. für MEINEN Illustren Abend zum Abi 2009 zusammengeschnitten (Motto: Cäci productions proudly presents: Abitur 2009 - 13 Jahre im falschen Film"): Aktionspotential Productions proudly present: BIO-LK 2007-2009 bei Herrn Herken - 2 Jahre im richtigen Film - und wir haben den mittwoch nachmittags im Unterricht gedreht (alles improvisiert!).
Na ja... den Film "muss man mal gesehen haben", "Kinder!" (Zitat :) ) schöne Zeiten damals.
(Falls sich jemand wundert: Ja, ich war im Bio-LK, und auch im Mathe-LK - Naturwissenschaften, auch wenn ich jetzt Geisteswissenschaften studiere etc.)

Freitag, 8. April 2011

D | HAMBURG | hohe gebäude und hohe dynamik

 ... letzte Woche in Hamburg gewesen, an diesem 25° C-Tag. Es gab gutes Licht, und hohe Gebäude - zu Hause gab's dann gutes Photomatix und hohe Dynamik (HIGH dynamic range - HDR-Fotos.)

Mittwoch, 6. April 2011

ZU HAUSE | Actionsampler die zweite

Würde man je einen Menschen so abgeschnitten wie bei dem Bild oben fotografieren? Natürlich nicht, sieht aber trotzdem lustig aus. Ich hab schon mal Bilder von meinem Actionsampler (analoge Lomographie-Kamera) hochgeladen, hier noch mehr. Und rechts ein Bild der Kamera: Vier Linsen, die nacheinander ein Bild machen. Oben sieht man dann, dass die Position so immer eeetwas anders ist, genauso dann der Ausschnitt. Man kann die Kamera während der Aufnahme natürlich auch drehen... Unten mal ein bisschen was Abstrakteres, bei dieser vier-bilder-auf-einem-pop-art-technik muss man ja nicht nur Menschen aufnehmen.


Sonntag, 3. April 2011

D | BERLIN | gesehenes Berlin - seeing seen sights

In dem Kapitel "über Erwartungen" seines Buches "Die Kunst des Reisens" schreibt Alain de Botton: " ...In den zwei Monaten zuvor hatte ich, wenn ich an die Insel dachte, stets drei unverrückbare innere Bilder vor Augen, die sich beim Lesen besagter Broschüre und des Flugplans eingestellt hatten. Das erset zeigte einen Strand imt einer Palme bei Sonnenuntergang, das zweite einen Hotelbungalow, dessen bodentiefe Glastüren den Blick auf einen Raum mit Parkett und weißem Betttuch freigaben, das dritte einen azurblauen Himmel."

Es gibt bestimmte Reiseziele, von denen man ein ganz stereotypes Bild im Kopf hat. Sei es, weil eine bestimmte Attraktion ein Symbol für eine Stadt, sogar einen ganzen Staat ist und deswegen unheimlich oft wiederholt wird, um als "Knopf" sofort "Berlin" oder "Deutschland" oder auch Touristenkrams auszulösen - oder, wie de Botton schreibt, Prospekte mit immer gleichen Motiven die Vorzeigesehenswürdigkeiten hervorheben. Alain de Botton geht es in seinem Beispiel darum, dass dieses Bild existiert, aber dann durch die Begleitumstände (Baustellenlärm, Reisegruppenzickereien, Regen etc.) verschleiert werden und in Wahrheit viele Details die Reise ausmachen und das Prospektbild ein unerlebbarer AUSschnitt ist.
Mir geht es darum: bestimmte Reiseorte bereist man, um sie "auch" und "in echt" gesehen zu haben, weil man kaum etwas anderes sieht, als auf hunderten Bildern und diese meist auch noch einen gewaltigeren Eindruck ermitteln.
Das Brandenburger Tor ist nun wirklich auch so ein Reiseziel - man ist davor nur einer von vielen Touristen, die aus gleicher Perspektive ihr Foto schießen. Dieses oben ist von mir - auch wenn es nicht mein "ich war auch dort" beweisen kann, da ich nicht drauf bin, aber das wäre nicht mal mehr ein typisches Prospektfoto, sondern ein typisches Touristenfoto - was noch schlimmer ist, da es hier um Individualität geht, die absolut konform daregestellt ist. Das schlimmste Paradoxon.

von 2009 - da war ich das erste Mal "Sights abklappern" oder sogar "Seens"?
Man kann die absolut gewohnten Motive aus ungewohnter Perspektive etc. aufnehmen - das ist gerade dadurch gut, weil es den Sehgewohnheiten wiederspricht. Jeder, der die Überflutung mit dem Standardmotiv miterlebt hat, liest sofort, dass es eine Gegenwendung ist (nehme ich jetzt mal an). Aber das ist wirklich sehr schwer. Viele fotografieren dann zwischen zwei Bäumen hindurch etc. Eigentlich ekelt es mich aber vor den Sachen, die JEDER gleich fotografiert. Gestern war ich in Hamburg und habe auf einer Brücke in der Speicherstadt Details der Schrauben etc. aufgenommen. Während der Zeit standt immer wieder jemand neues mit einer fetten digitalen Spiegelreflexkamera (wie ich auch, hehe) neben mir - und drückte ganz wichtig tuend von immer der gleichen Stelle, wahrscheinlich gleichen Ausschnitt und sichtbar gleiches Motiv (Fluss mit Häusern) ab.
Auch von mir. Fisheye und HDR als etwas "Ungesehenes" dabei einzuordnen, kann ich aber auch nicht erwarten.
In letzter Zeit beschäftige ich mich gerne mit Sehgewohnheiten. Mit meinen BERLIN-Post hier, habe ich schon versucht, meine Fotos von der Reise durch ein ungewöhnliches Format (hyperpanorama sozusagen) nicht so typisch aussehen zu lassen (Wer will schon eine Reise gereist haben, die andere auch schon gemacht haben.). (Das hier ist natürlich das Gegenteil!). Indem ich mich mit analoger Fotografie und somit der unkontrollierten Produktion von Fotos, die zufällige, ungewöhnliche Ergebnisse liefern und durch das Medium das einzelne Foto aufwerten, beschäftigt habe, versuche ich in letzter Zeit immer mehr, mich dagegen zu wehren, dass man massenweise Fotos aufnehmen kann und kaum eines davon besonders ist. (Was auch daran liegt: Mir wurde im Januar mein Laptop gestohlen und mit ihm Fotos von fast einem halben Jahr - mit analogen Fotos ist das nicht so einfach. so verliert man das Vertrauen.).
Aber auf Gegenbewegung folgt Gegenbewegung: Das eine Mal mit analog gegen die stereotypen Bilder, das andere Mal versuche ich digital, mit HDR usw. die Massenprospekt-Fotos nachzumachen (wie hier.).
Letztendlich ist alles eine Technik, die man sich aneignen muss, wenn man sich mit Fotografie beschäftigt.
Auch ein HDR-Bild mit Motiv "Berlin" - Architektur-Sehenswürdigkeit

Freitag, 1. April 2011

Ich und Pop-Art

(gemalt! Acryl.)
Ein ikonisches Zeichen, (Kunst, Gemälde) ist ein Zeichen, dass Ähnlichkeit mit dem bezeichneten Objekt suggerieren soll. Es muss nicht SO dagewesen sein, wie es abgebildet ist, es kann auch imaginiert sein - also ein auch ein wohl existierendes Objekt in einer nicht SO gewesenen Situation. (anders da die Fotografie - als indexikalisches Zeichen muss das Objekt so dagewesen sein, da es (sein Licht etc.) das Bild erzeugt hat, nicht die Vorstellung des Künstlers).
So. Hier, also hierüber, das bin (meiner Meinung nach offensichtlich) ICH - und ich bin auch in gewisser Weise so dagewesen, da die Vorlage ein Foto war.
Doch war ich natürlich nicht SO da - meine Haare sind nicht gelb und vor allem nicht flächig und auf meinem Gesicht sind zwar ein paar Muttermale, aber nicht SO viele braune Punkte. Eigentlich geht es also bei diesem Bild gar nicht um die Ähnlichkeit mit MIR, sondern mit dem Stil der POP-ART, genauer dem SIEBDRUCK à la Roy Liechtenstein etc. Die Technik habe ich natürlich nicht richtig imitiert, es ist kein Siebdruck, ich habe die Punkte alle einzeln mit Acrylfarbe gemalt (anstrengend! Drucken ist ja eigentlich auch ein Hilfsmittel zur Beschleunigung). 
Dieses Bild verweist auf mich, dieses Bild verweist auf Pop-Art-Siebdruck. Für was ist es denn jetzt dieses sogenannte ikonische Zeichen?
Ich weiß es nicht. Jedenfalls kopiere ich den Stil, mache ihn nach, aber nicht mich. 
Eigentlich halte ich es für gar nicht gut, den Stil, der das Endergebnis einer Idee sein sollte, zu kopieren - man sollte selbst durch den Prozess der Idee auf einen passenden kommen.
Worum es eigentlich geht: Dies ist der Start einer Reihe, ich wollte EIN MOTIV, also dieses Foto von mir, nehmen und es mit VERSCHIEDENEN STILEN umsetzen, um die Wirkung dieser zu testen. (Es geht also wirklich um Zeichen für Stile.)

Mittwoch, 30. März 2011

Actionsampler die Erste

Was an digitaler Fotografie so toll ist: Dass man ganz ganz viele Bilder machen kann, Speicherkarten sind billig.
Was an analoger Fotografie so toll ist: Dass man nur ganz wenige Bilder machen kann, Filme und Entwicklung sind teuer.
Was an digitaler Fotografie so toll ist: Dass man sofort sehen kann, ob das Bild was geworden ist und bei falscher Belichtung etc. gleich noch eins macht.
Was an analoger Fotografie so toll ist: Dass man erst später sieht, ob das Bild was geworden ist - falsche Belichtung kann aber auch coole Effekte geben und man konzentriert sich mehr auf einen Schuss und knipst weniger.
Was an digitaler Fotografie so toll ist: Man kann die schlechten Bilder einfach löschen, man hat ja genug und muss nur die besten belichten lassen/ausdrucken.
Was an analoger Fotografie so toll ist: Jedes hat seinen Wert allein schon dadurch, dass es auf Papier vor einem liegt und dadurch so scheint, als sei es - wäre es digital - extra dafür ausgewählt.
...Ich versuche mich in letzter Zeit häufiger mit analogen Billig-Plastikkameras (Lomographie) - neben der Holga habe ich nun auch einen Actionsampler. DIESE FOTOS SIND NATÜRLICH ANALOG, also mit FILM entwickelt.
Heißt: vier Bilder auf einem Foto - und das durch vier Linsen nacheinander aufgenommen, innerhalb einer halben Sekunde. Natürlich kann man auch Sachen mit Photoshop zusammeschneiden, aber da wählt man ja wieder die besten Bilder aus. Heute kamen meine ersten Bilder - ich war überrascht, was so eine Kamera ohne Sucher, mit Fixfokus und fester Verschlusszeit (man kann also NICHTS einstellen, außer auf den Auslöseknopf zu drücken) alles kann. Hier ein paar der "Klassiker"-Bewegungsfotografien, die die Kamera so fotografiert hat und die man sonst vielleicht verwerfen würde.
 Cool finde ich vor allem, wie unscharfe Fotos in so einer Reihe bzw. Sequenz diese insgesamt aufwerten und es auf das Gesamtergebnis ankommt: