Mittwoch, 9. Februar 2011

Schöne Menschen und schöne Dinge

Hach, von schönen Menschen kauft man doch gern!
Und wenn die Dinge, die sie anbieten, schön sind kauft man nicht mehr nur noch aus Sympathie, sondern vielleicht sogar der Dinge wegen.
Sind die Dinge nicht schön, kauft man dann nichts mehr?
...Ich jedenfalls habe bei dem Weser-Ems-Hallen-Flohmarkt vor ein paar Wochen Eintritt bezahlt und bin nur mit ein paar Bilderrahmen nach Hause gegangen. Und die Verkäuferin DAVON war ausnahmsweise mal nett - es war aber auch schwer, zwischen den ganzen Teeservice, Puppen und Comics-in-Einschweißhüllen-Händlern mal den typischen Stand von wegen ALLES, vorrangig Kinderzeitenkrams, auf einem kleinen Tapeziertisch mit Tischdecke, zu finden. Na ja, anstelle Geld auszugeben, benutzte ich die Kamera, um den Grund für das nicht-Geld-ausgeben mal festzuhalten.


Okay, so häßlich sind sie auch nicht! Aber es ist ne aufregende Sache, geheim fremde Menschen zu fotografieren.
Im Internet gibt's ja viele billige Fotobearbeitungsprogramme, auch manche, die nur einen einzigen Effekt können: mit einem ganz süßen Polaroid-Maker habe ich den Flohmarkt-Fotos eine Flohmarkt-Optik gegeben (na ja, Farben bleiben billig, aber das Medium Polaroidfotos verbindet man ja mit alt und so) und dann mit Picasa einen Diashowfilm-erstellt, da mir das als gif zu pixelig (nicht, dass das hier das nicht auch ist) wurde. 
Fazit: ähm... na ja, nett.

Sonntag, 6. Februar 2011

Wenn bunte Pixel blitzen

Beim vorigen Post "Wenn bunte Lichter blitzen" habe ich durch den Titel an die Stimmung beim Egotronic-Konzert hingewiesen - und auf eine Textzeile von ihem Lied "Lustprinzip": "wenn bunte Lichter blitzen /
in einer Disco schwitzen
". Jetzt geht's mal wirklich um die blitzenden blinkenden Lichter - und zwar nur um sie. Auch wenn eine Discokugel, das "Medium", auch die Tanzlokalität symbolisiert;)
Gerade schrieb ich in einer Hausarbeit für Kunst, dass abstrakte Kunst (z.B. Mondrian, der mit den bunten Vierecken) einem nicht einfach nur GAR NICHTS sagt, also dem normalen Betrachter, sondern zumindest: "Ich bin abstrakt". Und es würde sich bestimmt alles als Wandtapeten- oder Geschirrmuster eignen. Schön und gut, hier wieder ein schlechte-Kamera-Versuch, was abstraktes darzustellen sich vom konkreten Ursprung abzuwenden. Pixel Ahoi!




"Wenn bunte Lichter blitzen"

 Endlich mal wieder ein Konzert! Und dann auch noch besonders toll, weil Karte geschenkt bekommen und dann auch noch Auslastungsentspannung während Klausurenzeit.
Band: Egotronic. Selten gehört, aber auf's Label Audiolith und das Genre ist Verlass, also: auf in Massen und blinkende Licher.
Ich hab schon länger nicht mehr auf Konzerten fotografiert, aber jetzt hab ich gemerkt: man sollte seinen Hobbys immer weiter nachgehen;)
Na ja, diesmal hatte ich nur eine kleine Kompaktkamera dabei, also nichts erwähnenswertes rausgekommen, aber bunte Farben sind doch immer schön.


Wiegen in den Massen.

 Du kannst dumm in der Ecke stehn
Ich will lieber tanzen gehn
wenn bunte Lichter blitzen
in einer Disco schwitzen
Altag raus, Video rein
so kannst du ruhig glücklich sein 
(Egotronic - Lustprinzip. Ja, das haben sie gespielt.)

Freitag, 4. Februar 2011

logisch: unscharfer Ball

Ich hasse verwackelte Fotos!
Aber, wenn man etwas sich bewegendes fotografiert, ist es ja gar nicht verwackelt, denn: das Motiv hat "gewackelt", nicht die Kamera. Also: Bewegungsunschärfe.
Also:
Wenn ein Foto verwackelt ist, dann trifft es nicht zu, dass Pia das Foto mag. (P-->xQ, x:=Negator)
Das Foto links ist nicht verwackelt und das Foto hat Bewegungsunschärfe. (xP & R)
Also mag Pia das Foto. (=> Q)
Okay, das ist jetzt nicht komplett "logisch", da aus xP nicht Q folgt, da man aus etwas Falschen genauso etwas Falsches wie etwas wahres folgern kann, aber egal - ich will es offen lassen, ob's mir gefällt, nur klarstellen, dass das hier absichtlich unscharfe Fotos sind, die so inszeniert wurden.
Den Bewegungsunschärfe = Speed!
und Sport, Basketball mit P., = Speed!
Also Bewegungsunschärfe auf Fotos gleich Sport?? Uiui, ich mache Sport im Internet.
Okay, Schluss damit. Nicht wundern, ich schreibe demnächst eine Logik-Klausur in Philosophie, deswegen dieses Gedöns (ich weiß wohl, dass das nicht wirklich schlüssig ist, da Gegenbeweise möglich sind etc., aber egal. :) )



Donnerstag, 3. Februar 2011

DEUTSCHLAND | HAMBURG | Freiheit, Freizeit, Flugzeug

"Der Mensch ist verurteilt zur Freiheit", "Selbst wenn uns eine Kanone an den Kopf gehalten wird, sind wir noch frei - denn wir könnten sie ja wegschlagen, auch wenn das böse Folgen hätte" (Sartre), Die Gedanken sind frei, "der gestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir" (Kant) blablabla, all der philosophische Krams, mit dem ich mich gerade beschäftige - all das besagt, dass wir freie autonome Subjekte sind, also ganz toll selbst über uns bestimmen können und nicht fremdbestimmt sind. Schön und gut, unterschrieb ich, aber diese ganze Beschäftigung mit Freiheit hindert mich an meiner eigenen, da ich gerade all meine Zeit mit Referaten und Hausarbeiten usw. zubringen muss. Okay, eigentlich studiere ich freiwillig - und diese Idee, dass wir frei sind bezieht sich ehrlich gesagt auch hauptsächlich auf den Willen. Egal, jetzt jedenfalls ein paar Bilder aus der Zeit, als ich noch mehr Frei(z/h)eit hatte - letztes Frühjahr. Würde jetzt auch gerne in ein Flugzeug steigen etc. auch wenn dieses sich anscheinend auch auf dunkle Wolken zubewegt ... und als Passagier hat man dann keine Freiheit mehr, es zu lenken.


Dienstag, 1. Februar 2011

negatives Negativ?

Huch?
Was ist das?
Das ist doch wohl ein eher nicht so gutes Foto...
aber... ist das überhaupt ein normales Foto?
Nicht, dass ich mich jetzt mit sonst ach so guten Fotos loben wollte, außerdem stell' ich kaum welche hier 'rein, aber normal würde man dies hier wohl nicht als "gut" bewerten, langweiliger Ausschnitt, unscharf, keine sichtbaren Menschen... und nicht nur insgesamt negativ, sondern auch insgesamt ein Negativ.
Okay, lösen wir's auf: Ich bin sehr stolz auf mein erstes Lochkamera-Foto. "Die Camera Obscura" (dunkle Kammer) ist nämlich keine normale Digitalkamera, sondern ein lichtdichter Schuhkarton mit Loch und Fotopapier drin. Kennt man bestimmt aus der Sendung mit der Maus oder so.
Jedenfalls: Stecknadelloch heißt: Blende 200 (die kleinste bei meiner Spiegelreflexkamera ist 22, das ist normal - so zum Vergleich) - das heißt, winzig klein, es kommt ganz wenig Licht durch - und deshalb liegt die Belichtungszeit auch bei einer Viertelstunde. (Normale Blenden - das heißt, die kleine Öffnung im Objektiv, durch die das Licht/Bild auf den Sensor oder Film der Kamera trifft - sind größer, so 3,5 (was bei manchen Kameras auch mal ein Zentimeter sein kann), deswegen kommt mehr Licht durch - und deswegen kann man auch mit unter einer Sekunde Belichtungszeit, wie gewohnt, arbeiten).
Natürlich sieht man die ganzen Kunststudenten, die durch das Bild liefen, nicht, außer da so rechts, da sitzt die Silhouette von jemandem (die saß da die ganze Zeit, deshalb). Ist übrigens im Werkstattraum der Uni Ol.
Da die nach dem entwickeln schwarzen Stellen auf dem Bild dadurch kommen, dass auf sie Licht getroffen ist (von den hellen Stellen des Raumes), entsteht ein Negativ, und das ganze auch noch spiegelverkehrt.
Da es aber Photoshop gibt, hier das Foto unseres Werkstattraumes "in echt" (Negativ umgekehrt und gespiegelt):
Das komische Ding in der Mitte ist übrigens ein Tageslichtbelichter mit Tisch, drumrum sind Tische und Stühle an den Fenstern. Und natürlich Bilder an der Wand

Sonntag, 30. Januar 2011

Häuser, Dunkelheit, Richtig (belichtet) - HDR

Was haben die drei Bilder links gemeinsam?
Okay, offensichtlich: absolut dasselbe Motiv, aus absolut demselben Standort mit absolut demselben Ausschnitt und dann auch noch innerhalb genau derselben Minute der Existenz des Motivs fotografiert.
Verschieden sind die Belichtungszeiten, was aber wieder zu einer Gemeinsamkeit führt: sie sind alle drei ziemlich unvorteilhaft belichtet - jedes Mal ist ein Bereich total gut zu erkennen, ein anderer - der anders beleuchtet ist - nicht, denn er ist entweder schwarz oder weiß.
Hier ist es nachts, eine Tageszeit in der man mit dem fotografieren sowieso Schwierigkeiten hat, da man für eine normale Belichtung (mittleres Bild) schon über eine Sekunde braucht - also auch ein Stativ. Tags, vor allem wenn es durch Sonne/Schatten stark unterschiedliche Lichtverhältnisse gibt, hat man auch dieses Problem von unterschiedlich stark beleuchteten Teilbereichen - die man am liebsten alle einzeln zusammenschneiden würde, jeweils den Ausschnitt eines Bildes, wo die Belichtung passt.
Bei der VB hier links müsste man also vom oberen Bild den Schriftzug, vom mittleren die Säulen und die Statuen und vom unteren den Rest des Hauses und das Pferd nehmen, dann hätte man ein super belichtetes Bild.
Viel zu anstrengend, das mit Photoshop zusammenzuschneiden!
Denn ein Programm kann das Erledigen, Photomatix. Man lädt die Belichtungsreihe hinein und kann so ein "HDR"-Bild erstellen (=High dynamic Range, hoher Dynamikumfang). Da man dabei einerseits ein perfekt belichtetes Photo nachstellen kann, andererseits darüber hinausgehend auch noch krasse "malerische" Effekte, hab ich die ausprobiert. Programm gibt's als kostenlose Demo, deshalb die Wasserzeichen. 
weiter gibts das noch mit dem PFL und der Eingangshalle der NWZ, hier nochmal mit Vorlagen:


















Freitag, 21. Januar 2011

Eigenhändig.

Nach dem ich das Licht geküsst habe (voriger Post), habe ich es jetzt einfach mal angefasst.
Denn das Thema ist das gleiche wie beim vorigen Post: Spielereien mit Entwicklerflüssigkeit bei analoger (kameraloser) Fotografie. Eine durchsichtige Hand mehrfach belichtet, fleischliche Hand in den Entwickler und drauf, dann den Rest auch entwickeln. Ist von Nahem übrigens (klick) ziemlich cool, die Details meines Alters bzw. der Hautstruktur zu sehen.
(Wer Barthes' "helle Kammer" kennt, darf wegen des ersten Satzes von dem Eintrag jetzt lachen.)

Donnerstag, 20. Januar 2011

Küss das Licht

Also ich steh ja nicht auf romantische Motive, also hier eine rein technisch motivierte Erklärung: lichtempfindliches Fotopapier macht man nach dem Belichten in den Entwickler und dann wird das, wo Licht draufgekommen ist schwarz - je nach Lichtintensität. Dann wässert man das und macht's in den Fixierer usw.
Der Mund: Ich hatte gerade wetterbedingt Labello benutzt und das dann einfach mal ausprobiert. Denn: Fett und Wasserzeug vertragen sich nicht, und der Entwickler ist wasserähnlich. Deswegen kann er eingecremtes nicht entwickeln, auch wenn es erleuchtet ist. Punkt.